Wie pflegt und reinigt man Puppenhaare

Durch das Kämmen und Frisieren durch die Puppenmutti, das Anfassen mit nicht sauberen Händen, sowie durch das Ablegen auf schmutzigen Untergründen, ist Puppenhaar starken Belastungen ausgesetzt.

Damit langes Puppenhaar nicht so verfilzt, dass ein Entwirren nicht mehr möglich ist, und somit langes Haar einer Kurzhaarfrisur weichen muss, sollte es bei Bedarf durch einen Erwachsenen gereinigt werden.

Puppenhaar mit Shampoo reinigen

Die Haare von Puppen bestehen meist aus Kunststoff.

Mit einem haushaltsüblichen Shampoo kann man Puppenhaar reinigen.

  • Das Wasser sollte nicht heiß, sondern höchstens lauwarm sein.
  • Um weiteres Verfilzen zu vermeiden, sollte beim Shampoonieren kräftiges Rubbeln vermieden werden.
  • Besser ist es, in den Händen aufgeschäumtes Shampoo durch leichtes Drücken zu verteilen und das Puppenhaar auf diese Weise zu reinigen.
  • Bei Bedarf kann das Mittel einige Minuten einwirken, um so evtl. grobe Verschmutzungen zu lösen.
  • Im Anschluss daran muss der Schaum vollständig ausgespült werden.

Kunststoffhaar braucht keine Pflegeprodukte, da es keine Inhaltsstoffe aufnehmen kann.

Der Grund, sie dennoch zu benutzen ist, dass das Haar durch eine Spülung oder einen Weichspüler weicher und leichter kämmbar wird.

So wird vermieden, dass beim Entwirren, Kämmen und Bürsten unnötig viele Haare ausgerissen werden.

Vorsichtiges Einarbeiten, bzw. Einkneten des Produktes ist auch hier wichtig, um weitere Verknotungen zu vermeiden.

Damit das Haar durch das Pflegeprodukt nicht klebt, muss dem sauberen Ausspülen besondere Beachtung geschenkt werden.

Im Handel werden für Naturhaar Hair repair Produkte angeboten, die nicht ausgespült werden müssen.

Mit diesen Produkten kann man auch Puppenhaar pflegen, bzw. es leicht kämmbar machen.

Solche Produkte können direkt nach der Wäsche extrem sparsam im Haar verteilt werden.

Beim Kämmen möglichst sanft vorgehen

Zum Kämmen eignet sich ein stabiler Kamm aus Plastik.

Gerade bei sehr zerzaustem oder verfilztem Haar mit vielen Knötchen, sollten die Zinken nicht zu eng beieinander stehen.

Damit möglichst wenige Haare ausgerissen werden, darf nicht von oben nach unten gekämmt werden.

Besser ist es, unten zu beginnen, und sich Strähne für Strähne über den Puppenkopf zu arbeiten.

Bei zu starkem Zug von oben, verdichten sich die Knoten nach unten immer mehr, so dass das Auskämmen immer schwieriger oder unmöglich wird.

Zur Schere sollte nur in den dringendsten Notfällen gegriffen werden.

Sollen die gereinigten, gepflegten und gekämmten Puppenhaare nach dem Trocknen glatt sein, muss die Puppe so sitzen oder stehen, dass das Haar frei nach unten hängen kann. Würde man die Puppe hinlegen, bekäme die Frisur durch die Berührung mit dem Untergrund Druckstellen, oder es würden einzelne Strähnen abstehen.

Eine nette Lockenfrisur bekommt die Puppe, wenn nasses Haar geflochten wird.

Dabei gilt, dass viele kleine Strähnchen kleine Wellen ergeben, wenige dick geflochtene Stränge größere Wellen.
Die geflochtenen Strähnchen dürfen erst dann geöffnet werden, wenn die Haare vollständig durchgetrocknet sind.